Ein sogenanntes Kipperkartenspiel besteht insgesamt aus 36 nummerierten Karten. Auf jeder Karte ist eine Person oder ein Ereignis abgebildet. Das Typische an den Kipperkarten sind die Personenkarten. Diese stellen beispielsweise Menschen aus dem Umfeld des Fragestellers dar, oder auch Charaktereigenschaften und Situationen des Alltags, in denen er sich selbst befindet.

Unter dem Namen „Karten der berühmten Wahrsagerin Frau Kipper“ erschienen die Kipperkarten 1890 zum ersten Mal beim Schreibwarenhändler und späteren Verleger Matthias Seidlein in München. Bis heute sind sie in ihrer ursprünglichen Gestaltung erhältlich und weisen in Bildern, Namen und Bedeutungen große Parallelen zu den sogenannten Zigeunerkarten auf; sie sind jedoch mit diesen nicht identisch. 1900 und 1910 erschienen von Matthias Seidlein Neuauflagen mit der Aufschrift „Gezeichnet und Herausgegeben von F. Kipper“. Seit 1920 werden die Bilder (bis auf die Nr. 22 Militärperson) durch einen technischen Fehler bei der Übergabe an die Firma F.X. Schmid, seitenverkehrt wiedergegeben. Erst seit wenigen Jahren werden die verkehrten Seiten durch eine Neuillustration der Karten wieder umgedreht hergestellt. Dennoch arbeiten viele Kartenlegen vorzugsweise mit den Originalen, die seit dem Jahr 2000 von ASS Altenburger vertrieben werden. Ein weiteres neu gestaltetes Kartendeck ist das „Mystische Kipper“, das es seit 2006 gibt.