Es gibt wohl nur wenige, die Tarot nicht kennen. Tarot-Karten sind ein Kartensatz aus 78 Blatt, mit dem sich in die Zukunft schauen lässt. Klappt das wirklich? Was sagen uns die Karten tatsächlich?
 
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Tarot ist schon so alt, dass man kaum mehr zurückverfolgen kann, wie es eigentlich entstanden ist. Möglicherweise stammen die Tarot-Karten aus dem antiken Ägypten, eventuell aber auch aus Indien. Die ältesten erhaltene Tarot-Karten stammen aus dem 14. Jahrhundert. Das Mittelalter ist auch die Zeit, in der Tarot bekannt wurde und häufig genutzt wurde, um die Zukunft vorherzusehen. Tarot schreibt man im Allgemeinen den so genannten Zigeunern zu, die im Land umherreisten.

Tarot ist immer mit etwas Mystischem, Geheimnisvollen behaftet. Die 78 Karten werden in einer ganz bestimmten Abfolge gelegt. Wir unterscheiden im Wesentlichen zwischen dem großen und dem kleinen „Arkana“, dem Geheimnis.

Das große Arkana besteht aus 22 Karten, die auch Trümpfe genannt werden. Diese Karten lassen sich besonders vielseitig interpretieren. Der Magier (I) z. B. steht für einen Menschen mit einer besonders guten Idee. Der Lenker des Wagens (VII) steht für zielgerechtes Handeln. Der Eremit (IX) steht für Situationen, in denen man auf sich gestellt ist. Der Mond (XVIII) wiederum steht für verdrängte Ängste, die wieder hervortreten. Mit der Sonne (XIX) werden diese Ängste überwunden. Die Welt (XXI) steht für Menschen, die ihren Platz gefunden haben.

Das kleine Arkana besteht aus 56 Karten. Diese Karten beziehen sich auf das Alltagsgeschehen, zudem sind sie meist punktgenauer zu deuten. Eine weitere Unterscheidung in Hofkarten und Zahlenkarten ist ebenfalls möglich. Hofkarten beinhalten Ritter, Königin, Prinz und Prinzessin sowie die Grundelemente Feuer Wasser Luft und Erde. Dabei stehen die Elemente eher für philosophische Prinzipien denn für die tatsächlichen chemischen Elemente. Die Zahlenkarten werden ebenfalls weiter unterschieden. Es gibt Stäbe für das Feuer, Kelche für das Wasser, Schwerter für die Luft und die Scheiben für die Erde. Die Zahlen reichen dabei von As bis Zehn. Diese Symbole und Bilder sind in allen Kulturen bekannt und daher allgemeingültig. Die Fünf Kelche etwa symbolisieren Trauer und Verlust. Die Zehn Münzen zeigen inneren und äußeren Reichtum an. Der König de Stäbe steht für Entscheidungen mit Augenmaß, ein echter Manager. Der Ritter der Schwerter dagegen kämpft beharrlich für seine Ziele. Aus den Farben und Elementen entstanden auch französische und deutsche Spielkarten.

Einige Beispiele: Aus den Schwertern entstanden Pik und Blatt. Die Stäbe wurden zum Kreuz und zur Eichel. Die Münzen z. B. stehen für das Element Erde: routinemäßige Handlungen, Arbeit und Stabilität. Zu diesem Symbol gehören auch die astrologischen Erdzeichen Stier, Jungfrau und Steinbock.

So ist es nicht schwer, sich die Grundregeln anzueignen und das Tarot-Karten-Legen selbst auszuprobieren. Spannend ist es allemal!